Die Smits Machinefabriek BV in Valkenswaard produziert bereits seit der Firmengründung Ende der 1970er Jahre feinmechanische Komponenten in Lohnfertigung. Die Serien für das Drehen, Schleifen und Fräsen umfassen im Durchschnitt etwa 200 Stück. Die Kunden kommen vor allem aus der Halbleiter-, Medizin- und Ölindustrie, aber auch Fahrzeugbauer und Hersteller elektronischer Mikroskope bestellen bei Smits.

Eine Präzisionsarbeit von Smits. Das Gehäuse eines elektronischen Mikroskops in der Größe 400x400x400 mm.
„Der Wettbewerb hat sich in den letzten Jahren deutlich verschärft“ sagt Geschäftsführer Peter Smits. „Früher kam es auf Qualität und Preis an, aber inzwischen ist auch die Lieferzeit ein wichtiges Konkurrenzmittel geworden. Dabei stehen die Durchlaufzeiten im Fokus.
Da die Maschinen der Mitbewerber genauso schnell sind wie unsere, müssen wir unsere Maschinen ganz einfach länger produzieren lassen. Wer die meisten Spindelstunden erzielen kann, hat gewonnen!“
Peter Smits, Geschäftsführer: „Wer die meisten Spindelstunden erzielen kann, hat gewonnen!“
Kapazität steigern
„Vor etwa einem Jahr kamen wir zur Einsicht, dass wir die Kapazität unserer Fräsabteilung erhöhen müssen. Unsere Hermle C800U ist eine sehr wirkungsvolle Maschine, aber wie sehr wir die Arbeitszeit des Bedienungspersonals auch ausdehnten, konnten wir nicht mehr als 50 Spindelstunden pro Woche erzielen.“

Die Einführung einer Nachtschicht kam nicht in Frage, und die Investition in eine Maschine, die ebenfalls nur tagsüber laufen würde, erschien nicht sehr wirtschaftlich. Schließlich nutzte man ja nicht einmal die Kapazität der vorhandenen Maschine optimal.
Stattdessen beschloss man, einen Palettenwechsler zu installieren, mit dem die Maschine auch nachts und an den Wochenenden produzieren konnte. Nach eingehenden Untersuchungen des Marktes fiel die Wahl auf einen WorkPal Servo mit Magazin für 24 Macro-Paletten.
Ein Problem musste jedoch noch gelöst werden. Die C800U ist eine Portalmaschine, deren Maschinentisch nur von vorne zugänglich ist. Der Palettenwechsler musste demnach vor der Maschine installiert werden, wo er die Bewegungsfreiheit des Bedieners einschränkte.
Hocheffiziente Produktionszelle – Hermle C800U und WorkPal Compact Servo.
Hier war guter Rat teuer. „Der große Vorteil von System 3R ist, dass sie nicht nur ein paar ‚Stahlteile‘ liefern, sondern eine komplette Produktionslösung. Das eigentliche Produkt ist nur ein Teil dieser Lösung“, sagt Peter Smits anerkennend. „Wir diskutierten unser Problem mit René van der Peet von System 3R, und dabei kamen wir auf die zündende Idee – wir stellen den Palettenwechsler auf Schienen!“
Der Bediener lädt die Maschine tagsüber manuell und bereitet gleichzeitig den WorkPal für den Nachtbetrieb vor, indem er die Maschine mit NC-Programmen programmiert und das Magazin des Palettenwechslers mit Werkstücken lädt
Eine Spezialität von Smits ist die Entwicklung und Produktion kundenangepasster Stoßdämpfersysteme für den Motorsport (Formel 3000, DTM etc.) unter dem Markennamen AST. Der Betrieb beschäftigt heute 10 Mitarbeiter. 95 Prozent der Spezialprodukte sind für den Export bestimmt, die Hälfte davon für den japanischen Markt.
Kurz vor Feierabend schiebt er den Workpal in Arbeitsposition und sichert ihn mit ein paar einfachen Handgriffen. Schon hat man eine vollautomatische Produktionszelle, die die ganze Nacht hindurch produziert. Die Anzahl der Spindelstunden ließ sich durch diese Maßnahme verdoppeln. Wie sagte Peter Smits eingangs? Wer die meisten Spindelstunden erzielen kann, hat gewonnen!
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Entwürfe/zeichnungen:
Hermle C800U + WorkPal Compact Servo
Angewandte Links:
Macro
WorKPal Compact Servo
Automation im general